Wenn wir über Schatten sprechen, denken wir meistens an jene Seiten in uns, die wir lieber verbergen. An Neid, Wut, Egoismus, Ängste oder Gedanken, die nicht in das Bild passen, das wir von uns selbst haben. Wir glauben, unsere Schatten seien das Dunkle in uns, das Unbequeme, das Unkontrollierte, das moralisch Fragwürdige. Etwas, das wir überwinden, verändern oder zumindest so gut beherrschen müssen, dass niemand es zu Gesicht bekommt.
Doch vielleicht übersehen wir dabei einen wesentlichen Teil unserer eigenen Dunkelheit: Nicht jeder Schatten entsteht, weil etwas an uns scheinbar falsch ist. Manche entstehen, weil etwas in uns niemals sein durfte.
Über den Autor
d.kluschnik
Energie & Spiritualität
Ich war da, wo die Farben verschwunden sind. Meine Geschichte, zurück ins Fühlen: Inzwischen kenne auch ich den Moment, in dem das Leben nur noch funktioniert, aber nicht mehr lebt. unbewusst habe ich dies viele Jahre gehalten. Als ich dann krank wurde, mehrere Verluste geliebter Menschen und Tiere erfahren habe, stand ich irgendwann vor einem leeren Blatt: Ich konnte nichts mehr fühlen, keine Freude, keine Trauer- nur noch Stille. Doch genau diese Leere wurde mein größter Lehrer. Ich war nicht alleine damit- es fiel mir anfangs schwer Hilfe anzunehmen. Doch lernte ich, dass Hilfe annehmen keine Schwäche ist, sondern der erste Schritt zur Heilung. Ich fand zurück zu mir, zu meiner Lebensfreude, meiner Verletzlichkeit und der Fähigkeit wieder Verbindungen zuzulassen. All das Wissen, die Erfahrung will ich gern teilen und weiter dabei lernen dürfen, da bin ich mir sicher. Wer Trauer halten kann, darf auch die ganze Freude empfangen und sich selbst lieben. Du bist gut so wie du bist- alles andere ist Entwicklung und diese erfolgt allein in deinem Tempo.
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